Winamp ist foobar!
Lange war ich Verfechter von playlistbasierenden Playern, allem voran Winamp. Winamp benutze ich seit ich einen eigenen Computer habe. Ich habe mich immer geweigert, irgendwelche Player wie iTunes oder ähnliches zu benutzen, da mir das Einpflegen und Aufräumen der Musiklibrary als zu aufwändig erschien. Vorallem wenn ich von Bekannten höre, dass sie ihren völlig zugemüllten Rechner nur deshalb nicht platt machen wollen, weil dann ihre mit riesen Aufwand zusammengestellte Library weg ist und diese angeblich auch nicht zu sichern ist. Und da ich meinen Rechner sehr gerne platt mache, weil ich den nun mal mit der Zeit zumülle, waren iTunes und Co. nie eine Option für mich.
Doch ein Kommilitone hat mir mal foobar20001 empfohlen. Da Selbiger recht audiophil ist, konnte das ja nicht verkehrt sein. Doch eine kurze Begutachtung des Programmes konnte mich nicht überzeugen.
Doch jetzt, über ein Jahr später, hatte ich die Nase voll. Da in letzter Zeit sehr viele neue Alben von diversen Künstlern heraus kamen und ich sowieso Herr von sehr viel Musik bin, stand ich vor einem Problem: Denn da ich vorallem die neuen Alben hören wollte, musste ich permanent diese in eine neue Playlist laden. Aber irgendwann möchte man ja wieder seine gesamte Musik hören. Also lädt man wieder seine gesamte Musik und löscht damit wieder die Playlist mit den Alben. Gut, man könnte diese Playlist ja auch speichern, doch dann hätte ich hunderte Playlists mit Alben und das ist nicht wirklich sinnvoll.
Ich musste also etwas neues her. Und da ich gerade etwas mehr Freizeit hatte, schaute ich mir nochmal foobar2000 (fb2k) etwas genauer an. Und es war das Beste was ich seit langem getan habe. Ein Grund, warum mir fb2k am Anfang nicht gefiel, liegt darin, dass es im rohen Zustand auch nicht wirklich zu gebrauchen ist. Erst durch die alternative Bedienoberfläche Columns UI und diversen Plug-Ins (bei fb2k heißen die Components) wird daraus ein absolut machtvolles Werbeinstrument machtvoller Musikorganisator. Denn das “organisieren” der Musik ist denkbar einfach: Einfach den Pfad zur Musik angeben und sofort wird alles in der Library angezeigt. Änderungen werden sofort übernommen. Und so muss man dann auch nur seine Musik sichern, was man sowieso tut (oder tun sollte), und keine Library per Sicherungsfunktion tagelang backupen.
Und dann kann es schon los gehen mit dem Ordnen und Strukturieren. Richtig toll wird es allerdings nur wenn man sich mit Title Formatting Reference auskennt. Erst dann kann man diesen Player nach seinen eigenen Wünsche konfigurieren. Aber auch ohne diese Kenntnisse ist es möglich, fb2k zu verwenden. Dank diverser Vorkonfigurationen (und diverser Onlineforen
).
Und wo sortiert wird, da wird auch beschriftet. Tagging ist hier das Stichwort. Und das ist auch eine der riesen Stärken von fb2k (sofern man die richtigen Components installiert hat). So kann man entweder einen einzelnen Titel, das ganze Album oder gleich alles vom Interpreten dank Masstagging taggen, ohne erst alles aufwendig zu markieren oder heraus zu suchen. Natürlich gibt es auch einen Autotagger.
Ist man bei last.fm registriert, kann man dann sogar auf den Audioscrobbler verzichten und die Songdaten direkt aus fb2k heraus auf sein Profil laden (scrobbeln) und sogar Lieben (“als Lieblingstitel kennzeichnen”). Aber auch ohne bei diesem gradiosen Onlinedienst angemeldet zu sein, ist dieser sehr nützlich. Denn man kann von dort Cover- und Artistbilder herunterladen und abspeichern.
Natürlich ist noch viel mehr damit möglich. Aber dafür muss man auch ein wenig Zeit investieren, um wirklich die gesamten Fähigkeiten dieses Programmes auszuschöpfen. Ist halt eben kein Winamp.
Und da wir gerade beim Thema “neue Programme” sind…
Jahrelange war der ICQ-Client in der Version 5.1 mein Standard-IM-Client. Doch auch hier bin ich auf etwas besseres gestoßen: qip. Das ist ein universeller IM-Client russischer Herkunft. Klingt dubios, ist er aber nicht. Das Ding kann auch wesentlich mehr als der ICQ-Client, sieht besser aus (grauenhaft, diese Pro7-Bonbon-Speicherfresser) und schont den RAM/die CPU. Zudem kann ich das Ding mit meinem Facebook-Account verbinden und so mir das Chatten im Browser ersparen. Hat zwei Vorteile: Ist übersichtlicher und einfacher und der komplette Gesprächsverlauf wird mitgespeichert (klingt jetzt nach pöhser Überwachung, ist aber ganz praktisch wenn man mal einen Link oder Termin geschickt bekommen hat).
PS: Hab soeben die Nachricht erhalten, dass ich bei ALTERNATE einen Beamer gewonnen habe
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Dieser Eintrag wurde am 1. April 2011 um 15:37 erstellt und unter IT-Welt mit den Tags Computer, foobar2000, qip abgelegt. Du kannst die Antworten auf diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst antworten oder einen Trackback Deiner eigenen Seite veranlassen.